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Alltag und Banalisierung
pp. 180-193
Abstract
Der Blick kehrt zurück in rechtsrheinische Gefilde. Ungefähr dieselbe Zeit: Mitte des 19. Jahrhunderts. Ort: überwiegend das noch provinzielle Breslau. Beteiligte: in der Hauptsache Kaufleute, brave Bürger, und ihre Widersacher, genußsüchtige Adlige, raffende Juden und lärmende Polen. Dazwischen strahlende Helden, "Ritter vom Geist" und edle Fräuleins, am Ende dann glückliche Paare. Ende gut, alles gut. Eine deutsche Geschichte, dies "Soll und Haben", mehr noch, stelle ich mir vor, eine deutsche Saga, ein nationaler Mythos — the birth of a nation, und zwar aus dem Geist und dem Kapital des Kaufmanns, gegründet auf den Festen eines Handlungshauses rund um Kaffee, Tabak, Zucker, Palmöl und Talg.
Publication details
Published in:
Jung Werner (1994) Schauderhaft banales: Über Alltag und Literatur. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 180-193
DOI: 10.1007/978-3-322-94202-9_9
Full citation:
Jung Werner (1994) Alltag und Banalisierung, In: Schauderhaft banales, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 180–193.